„Millionen nehmen sie – doch wer denkt an die Nährstoffe?“
Protonenpumpenhemmer wie Pantoprazol, Omeprazol oder Esomeprazol sind weit verbreitete Medikamente, in erster Linie zur Behandlung von Sodbrennen und Magengeschwüren.
Sie senken die Magensäure und verändern dadurch den pH-Wert im Magen. Diese Veränderung hat jedoch direkte Auswirkungen auf die Nährstoffaufnahme.
Beispielsweise wird die Aufnahme von Vitamin B12 und Eisen beeinträchtigt, da diese Nährstoffe eine saure Umgebung für ihre Absorption benötigen. Ebenso kann die Bioverfügbarkeit von Vitamin D, Calcium und Magnesium sinken, da diese ebenfalls besser in saurer Umgebung resorbiert werden. Wer langfristig solche Protonenpumpenhemmer einnimmt, sollte daher gezielt auf diese Nährstoffe achten.
Deshalb ist es essenziell, regelmäßig Blutwerte zu prüfen und gegebenenfalls Nahrungsergänzungen in Betracht zu ziehen. So schützt man die eigene Gesundheit langfristig.
In der Schweiz nehmen über eine Million Menschen regelmäßig Protonenpumpenhemmer (PPI) ein.
Laut Daten von Helsana erhalten etwa 25 Prozent der Patientinnen und Patienten PPI langfristig oder in zu hoher Dosierung.
Es gibt einige Alternativen zu Protonenpumpenhemmern, die je nach Ursache der Beschwerden eingesetzt werden können.
In einigen Fällen helfen auch pflanzliche Präparate, wie beispielsweise Süßholzwurzel oder Ingwer. Wichtig ist, mit einem Arzt oder Therapeuten zu sprechen, um die passende Alternative zu finden, ohne die Nährstoffaufnahme zu gefährden.
Zu wenig Magensäure kann ähnliche Beschwerden verursachen wie eine Übersäuerung.
Völlegefühl, Druck, Blähungen oder sogar Reflux entstehen nicht nur durch „zu viel“, sondern manchmal durch zu wenig Säure.
Fehlt Magensäure, wird Eiweiß schlechter verdaut, Nahrung bleibt länger im Magen und beginnt zu gären – Gas und Druck entstehen. Das kann sich wie Sodbrennen anfühlen.
Fazit:
PPIs helfen gegen Sodbrennen, können aber die Aufnahme von B12, Eisen, Magnesium, Calcium und Vitamin D mindern.
Auch zu wenig Magensäure verursacht ähnliche Beschwerden. Deshalb: Indikation prüfen, Langzeiteinnahme hinterfragen und Nährstoffe kontrollieren.

