Nährstoffe gegen Migräne: Ein Ansatz zur Linderung
Migräne ist ein vielschichtiges Thema, das durch verschiedene Trigger und unterschiedliche Formen geprägt ist. Doch zahlreiche Studien belegen, dass eine gezielte Nährstoffversorgung, etwa mit Magnesium, Riboflavin und Coenzym Q10, die Häufigkeit und Intensität von Migräneanfällen deutlich reduzieren kann.
Es lohnt sich, die eigene Nährstoffversorgung zu überprüfen und gegebenenfalls im Labor messen zu lassen. So kann man langfristig mehr Lebensqualität gewinnen und den eigenen Weg zu weniger Schmerzen finden.
Migräne ist für mich kein rein theoretisches Thema.
Jahrelang haben regelmässige Migräneanfälle meinen Alltag und meine Lebensqualität stark eingeschränkt.
Heute treten die Anfälle deutlich seltener auf – die Häufigkeit konnte ich um rund die Hälfte reduzieren.
Magnesium: Eine Studie zeigte, dass tägliche Magnesiumsupplementierung die Migränefrequenz um bis zu 41% senken kann.
Riboflavin (Vitamin B2): In einer randomisierten, kontrollierten Studie reduzierte eine hohe Dosis von Riboflavin die Migränehäufigkeit um etwa 50% nach drei Monaten.
Coenzym Q10: Eine Untersuchung ergab, dass die Einnahme von Coenzym Q10 die Migränehäufigkeit um rund 36% verringern kann.
🧠 Was bewirken diese Nährstoffe bei Migräne laut Studien?
Magnesium wirkt stabilisierend auf das Nervensystem. Studien zeigen, dass Migränepatient:innen häufig niedrigere Magnesiumspiegel haben. Magnesium beeinflusst unter anderem die Reizweiterleitung der Nervenzellen und die Gefässspannung.
👉 Studienergebnis: Weniger und mildere Anfälle bei regelmäßiger Supplementierung.
Riboflavin (Vitamin B2) spielt eine Schlüsselrolle im Energiestoffwechsel der Mitochondrien. Bei vielen Migränebetroffenen scheint die Energieproduktion in den Nervenzellen eingeschränkt zu sein. Vitamin B2 verbessert die mitochondriale Funktion und macht Nervenzellen „resilienter“.
👉 Studienergebnis: Deutlich weniger Migränetage nach mehreren Wochen Einnahme.
Coenzym Q10 ist ebenfalls zentral für die mitochondriale Energieproduktion und wirkt zusätzlich antioxidativ. Es kann entzündliche Prozesse und oxidativen Stress im Gehirn reduzieren, die bei Migräne eine Rolle spielen.
👉 Studienergebnis: Weniger Migräneanfälle und kürzere Anfallsdauer.
🔍 Wichtig einzuordnen
Migräne ist keine reine Nährstoffmangel-Erkrankung, sondern multifaktoriell.
Aber: Studien zeigen sehr konsistent, dass eine optimale Versorgung bestimmter Nährstoffe die Migräne günstig beeinflussen kann.
Deshalb macht es Sinn, gezielt hinzuschauen – idealerweise über Laborwerte statt „auf Verdacht“.

