Auf was sollte der Diabetiker Typ II achten?

Ernährungsoptimierung bei Diabetes Typ II

 

Gerade jetzt, wo allmählich die Feiertage vor der Türe stehen und wir alle tagtäglich diversen süssen Versuchungen ausgeliefert sind, sollte Typ II Diabetikern möglichst gutes Werkzeug an die Hand gegeben werden, damit sie mit langfristigem Erfolg ihren Körper unterstützen können, ihre Lebensqualität steigern und bessere Blutzuckerwerte erzielen.

 

Wer seinen Lebensstil umstellt, kann grosse Mengen an Medikamenten vermeiden und die Insulinresistenz positiv beeinflussen. Folgeerkrankungen können durch gezielte Bewegung und eine bewusste Ernährung zurückgedrängt werden.

 

Bewusste Ernährung bei Diabetes Typ II bedeutet: Es gibt keine Tabus- aber die Mengen spielen eine erhebliche Rolle. Kohlenhydrate (wie Brot, Obst, Süsses) fördern den Blutzuckeranstieg. Deshalb sollte man bei Diabetes Süsses und Weissmehlprodukte unbedingt einschränken: täglich insgesamt maximal eine Handvoll davon. Auch Brot und Beilagen sollten weniger und generell nur in der komplexen, also ballaststoffreichen Varianten auf den Tisch kommen: Hülsenfrüchte, Vollkornbrot-, -nudeln, -reis, ungezuckerte Getreideflocken oder auch mal etwas anderes wie Quinoa, Amaranth und Bulgur. Der Vorteil: Ballaststoffreiche Kost wie Vollkorn und reichlich Gemüse ist gesund für den Darm und macht länger satt, vor allem in Kombination mit abwechslungsreichen Eiweissquellen (wie Hülsenfrüchte, Fisch, Fleisch, Milchprodukte).

 

Dazu profitiert der Körper von vier- bis fünfstündigen Esspausen, denn nur in diesen kleinen Fastenintervallen kann er auf die Fettverbrennung schalten. Zwischenmahlzeiten oder auch kalorienhaltige Getränke wie Softdrinks, Latte Macchiato und Co. hemmen den Fettabbau immens, ebenso Alkohol, welcher auch eine grosse Kalorienfalle ist.

 

Bewegung hilft unmittelbar; weil Muskeln Glukose brauchen: Sie entnehmen ihre Energie dem Blutzucker. Die Gleichung ist schlicht: Je mehr Muskeln aufgebaut werden, desto eher und schneller sinkt der Blutzuckerspiegel. Muskeln haben selbst im Ruhezustand- wenn sie gar nicht benutzt werden- einen höheren Energieumsatz (Grundumsatz) als das Fettgewebe.

 

Integriert also regelmässige Kraftübungen und allgemein jede Art von Bewegung in den Alltag. Dies kann dauerhaft den Blutzuckerspiegel senken.

 

Vorsicht auch bei Fruchtzucker, vor allem in verarbeiteter Form (Smoothies, Säfte, Softdrinks ect.). Dieser benötigt zwar weniger Insulin, um verstoffwechselt zu werden jedoch fördert er auch die Einlagerung von Bauchfett und somit die Entstehung von Insulinresistenz und Fettleber. Zuckerarmes Obst wie Beerenobst sind in moderaten Mengen unbedenklich und durch die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe gesundheitsfördernd. Das heisst 1-2 Portionen pro Tag. Gerne darf auch eine Portion Früchte durch Gemüse ersetzt werden.

 

Wenn du mehr über Ernährungsoptimierung zu gezielten Krankheitsbildern wissen möchtest oder du selbst ein Thema hast, das dich diesbezüglich beschäftigt, dann kontaktiere mich gerne.

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